Newsletter November 2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe DEPOMM-Mitglieder, Kolleginnen und Kollegen,

bald schon geht ein ereignisreiches Jahr für die DEPOMM zu Ende. Zuvor möchten wir Ihnen berichten, was das Jahr 2019 für die DEPOMM bisher gebracht hat und welche Ereignisse noch bevorstehen.

Die achte DECOMM war mit rund 280 Besuchern so gut besucht wie bisher keine zuvor. Der Strategieprozess unserer DEPOMM-Vereinsstruktur ist in vollem Gange und bedarf nun der weiteren Konkretisierung. Ziel ist eine Professionalisierung der konkreten Vereinsarbeit. Alle Mitglieder sind aufgerufen, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Redaktionsteam
Evelin Unger-Azadi und Jörg Thiemann-Linden

In eigener Sache

DECOMM 2019 in Bonn

Die Deutsche Konferenz für Mobilitätsmanagement fand am 23. und 24. September 2019 in der Bonn Bad-Godesberger Stadthalle unter dem Titel „Mit Mobilitätsmanagement zur kommunalen Mobilitätswende“ statt. Mit rund 280 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist die diesjährige DECOMM erneut gewachsen. Wenige Tage nach dem großen Klimasstreik und dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung setzte sich das Fachpublikum unter dem diesjährigen Schwerpunkt mit der Frage auseinander, wie das kommunale Mobilitätsmanagement durch ein abgestimmtes Handeln und mit vielen Einzelmaßnahmen die kommunale Mobilitätswende anstoßen kann.

In parallelen Sessions wurden innovative Ansätze des zielgruppenspezifischen, des standortspezifischen oder des regionalen Mobilitätsmanagements aus der Praxis berichtet und diskutiert. Prof. Dr. Armin Nassehi vom Institut für Soziologie der LMU München bot einen Blick aus der sozialwissenschaftlichen Sicht auf die Komplexität von Veränderungsprozessen wie die Verkehrswende. Motivierenden Input gab Prof. Dr. Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt Energie mutig den Transformationsprozess zu beschreiten. Ein Markt der Möglichkeiten mit 17 Ausstellern gewährte einen Überblick über innovative Mobilitätsangebote und Vernetzungsplattformen.

Die Vorträge stehen auf der DEPOMM-Internetseite zur Verfügung. Eine Fotogalerie zeigt einen Rückblick auf die Veranstaltung,

Mitgliederversammlung 2019

Die diesjährige Mitgliederversammlung findet am morgigen Donnerstag, den 21.11.2019 in Köln-Deutz statt.


Gefragt – Gewusst! Wissenswertes zu Mikromobilität und EKV

Zum Thema E-Tretroller & Co. haben ivm und Fraunhofer IML einen umfassenden Online FAQ-Katalog mit zentralen Informationen für Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und kommunale Aufgabenträger sowie Sharinganbieter bereitgestellt www.ivm-rheinmain.de/blog. Aktuelle Fragen (und Antworten darauf) nehmen wir gerne auf. Einfach eine Email an: nahmobil@ivm-rheinmain.de.

„Besser zur Schule – von der Planung in die Praxis“ Fachveranstaltung am 13.11.2019 in Wiesbaden

Rund 40 Schulen und rund 25 Städte und Landkreise beteiligen sich aktuell am Beratungsprogramm Besser zur Schule des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement in Hessen. Gemeinsam mit Staatssekretär Jens Deutschendorf stellten Projektbeteiligte und die ivm das Instrumentarium der integrierten Schulmobilitätspläne, Prozesse und Ergebnisse vor und reflektierten diese. Im Anschluss wurden die Gewinner des Wettbewerbs Schulradeln durch den Hessischen Verkehrsminister Tarek Al Wazir ausgezeichnet.

www.besserzurschule.de

Continental für vorbildliches betriebliches Mobilitätsmanagement ausgezeichnet

Der Continental Standort in Frankfurt erhält nach der erfolgreichen Teilnahme am Beratungsprogramm „südhessen effizient mobil“ das IHK-Zertifikat für vorbildliches betriebliches Mobilitätsmanagement. Neben 90 Ladestationen für Elektrofahrzeuge und einem RMV-JobTicket bietet Continental seinen rund 4.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort nun zahlreiche Zweiradstellplätze sowie eine Fahrradreparaturstation, eine Mitfahrgelegenheits-App und einen eigenen Busshuttle zum Bahnhof Frankfurt-Rödelheim. Continental beschäftigt in Hessen über 18.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist einer der größten Arbeitgeber im Rhein-Main-Gebiet. Das Mobilitätsmanagement wird nun mit Unterstützung von südhessen effizient mobil auf 6 weitere Standorte ausgeweitet.

www.suedhessen-effizient-mobil.de.

Sie alle stehen für eine Sache – bessere Mobilität zum Arbeitsplatz (Foto: Goetzke Photographie)

IHK-Lehrgang „Betrieblicher Mobilitätsmanager“

Die Industrie- und Handelskammern bieten den Lehrgang „Betrieblicher Mobilitätsmanager“ seit 2018 an. Mittlerweile sind es fast ein Dutzend und weitere Kammern wollen den Lehrgang in Zukunft ebenfalls anbieten.
Der Zertifikatslehrgang vermittelt Kenntnisse, um den Prozess des Mobilitätsmanagements intern umzusetzen oder fortzuführen.

Als „Betrieblicher Mobilitätsmanager“ analysiert man grundlegend komplexe Mobilitätsbedürfnisse des eigenen Unternehmens, entwickelt ein Mobilitätskonzept (weiter) und setzt dieses mit um. Man fungiert als Ansprechpartner für Experten des betrieblichen Mobilitätsmanagements, die fachliche Dienstleistungen für die Entwicklung und Umsetzung des Mobilitätskonzeptes erbringen.

Man erwirbt und vertieft Fähigkeiten, die eine selbständige Umsetzung des Prozesses im Unternehmen ermöglicht, das dafür notwendige Hintergrundwissen umfangreich vermittelt und eine professionelle Kommunikation mit Experten bei komplexen Fragestellungen ermöglicht. Sprechen Sie Ihre regionale IHK gerne an.

Jobwärts – Betriebliches Mobilitätsmanagement für eine ganze Region

Unter dem Titel „JOBWÄRTS.einfach.besser.pendeln.“ geht eine ganze Region ihr betriebliches Mobilitätsmanagement an, um Pendlerströme in den Griff zu bekommen. Auf Initiative des Zukunftsnetz Mobilität NRW, haben sich die Bundesstadt Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis zusammengeschlossen, um Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen bei der Entwicklung innovativer Mobilitätsangebote zu unterstützen.

Zum Programmstart konnten die Initiatoren dafür schon die größten Arbeitgeber der Region gewinnen: Deutsche Post DHL Group, Deutsche Telekom, Universität Bonn und Universitätsklinikum Bonn. Bei einer großen Auftaktveranstaltung im Post Tower fiel am 9. Oktober 2019 der offizielle Startschuss.

Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter von mehr als 200 großen Arbeitgebern in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis. Unterstützt wird die Initiative weiter von den Stadtwerken Bonn, der Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft, der Regionalverkehr Köln, der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und dem Einzelhandelsverband Bonn/Rhein-Sieg-/Euskirchen.

In enger Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Arbeitgebern, Verkehrsunternehmen und weiteren Partnern in der Region Bonn/Rhein-Sieg soll die Verkehrsbelastung insbesondere in den Hauptverkehrszeiten reduziert und eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung gefördert werden.

Das Angebot richtet sich zunächst im Schwerpunkt an große Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber mit mehr als 500 Beschäftigten, wird jedoch schrittweise erweitert.

https://jobwaerts.bonn.de/

https://www.zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/infothek/aktuelles/betriebliches-mobilitaetsmanagement-fuer-eine-ganze-region

Digitales Matchmaking für Kommunen und Mobilitätswirtschaft

Veröffentlichung der InKoMo 4.0 Vernetzungsplattform im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg

Dank Digitalisierung können innovative Lösungen von Mobilitätsunternehmen nicht nur geschaffen, sondern gezielt mit kommunalen Problemstellungen zusammengebracht werden – so entstehen Innovationspartnerschaften zwischen Kommunen und der Mobilitätwirtschaft 4.0 (kurz: InKoMo 4.0). Genau das ist das Ziel der neuen InKoMo 4.0-Vernetzungsplattform, die im Rahmen der 3. Jahresveranstaltung des Strategiedialogs Automobilwirtschaft BW am 4. Juli in Berlin von Innen- und Digitalminister Thomas Strobl und Gudrun Heute-Bluhm, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, vorgestellt wurde.

Treibendes und zentrales Element der Website (https://inkomo-bw.de/) ist der Innovations- und der Bedarfsspeicher. In der intuitiv bedienbaren Umgebung können sich User per Austauschplattform, auf der nicht nur Kommunen oder Unternehmen platziert werden können, digital vernetzen. So können auch Projekte und digitale Lösungen präsentiert werden, die das Potenzial haben, Bedarfe der Kommunen zu treffen, aufzudecken, zu verändern oder gar neu zu schaffen.

Kommunen selbst können die individuellen Bedarfe melden und so Innovationsanstrengungen anhand vorhandener Geschäftsinteressen verdeutlichen. Jedes Unternehmen kann die Nachfrage der Kommunen nach innovativen Lösungen erkennen und analysieren. Mit diesem „Online Dating“ für intelligente Mobilität wird der Weg zur digitalen Innovationspartnerschaft geebnet.

Das Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration fördert die Plattform des Städtetages Baden-Württemberg, um innovative, digitale und klimafreundliche Mobilitätslösungen im Land stärker sichtbar zu machen. Dazu unterstützt die Geschäftsstelle InKoMo 4.0 beim Städtetag Baden-Württemberg Allianzen zwischen innovationsfreudigen Kommunen und Anbietern neuer digitaler Mobilitätslösungen.

Diese Innovationspartnerschaften sollen möglichst flächendeckend erprobte Produkte und Dienstleistungen zur Anwendung bringen, die auf die unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse der Menschen vor Ort zugeschnitten sind. Erfolgreich getestete digitale Mobilitätslösungen sollen so eine kritische Masse an Nutzerinnen und Nutzern im Land erreichen und entsprechende Skaleneffekte erzielen, um die Mobilität für die Gesamtbevölkerung spürbar zu verbessern und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Denn in der kommunalen Anwendung wird die intelligente Mobilität der Zukunft Realität!

Um die Vielzahl an Innovationspartnerschaften zwischen Kommunen und der Mobilitätswirtschaft über die digitale und analoge Findungsphase hinaus zu unterstützen, wurde ein eigenes Förderprogramm ausgeschrieben, bei dem digitale Mobilitätsprojekte von Kommunen mit bis zu 500.000 Euro gefördert werden können. Der Wettbewerb lief bis zum 2. September 2019 und beinhaltet eine kostenlose Unterstützung durch die Geschäftsstelle InKoMo 4.0 beim Städtetag Baden-Württemberg.

https://www.digital-bw.de/foerderung/